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Wahnsinn: Das Helikoptergeld kommt!

19. November 2019 von in Allgemein | Keine Kommentare

Immer wieder weise ich darauf hin, dass die Weichen für weitere Überraschungsaktionen der Notenbanken längst gestellt sind: Nach den Anleihekäufen werden Aktien und andere Vermögenswerte aufgekauft, um die Bilanzsummen der Notenbanken weiter in die Höhe zu treiben. Und irgendwann wird es auch Helikoptergeld geben. Darauf lege ich mich jetzt fest.

Was ist das? Ganz einfach: Das ist Geld, das die Zentralbank direkt an die Bürger verschenkt. Damit lässt sie es wie aus einem Hubschrauber heraus aufs Volk regnen. Praktisch wird es natürlich nicht aus der Luft in Scheinen abgeworfen, sondern es wird bargeldlos an die Bürger überwiesen.

Bis es so weit ist, wird es wahrscheinlich noch ein paar Jahre dauern. Aber auch das ist folgerichtig. Denn die Öffentlichkeit muss erst noch behutsam darauf vorbereitet werden. Schließlich ist es nicht leicht zu vermitteln, warum es Geld von Himmel regnen soll, als wären wir im Schlaraffenland.

Langsam aber sicher kommen die ersten Rechtfertigungen in den medialen Umlauf. Zum Beispiel diese: Das Geld aus den bisherigen Anleihekaufprogrammen landet hauptsächlich auf dem Finanzmarkt. Damit hat die breite Masse nicht viel davon. Dies wäre mit Helikoptergeld anders.

Und wenn die Wirtschaft in der nächsten tiefen Krise steckt, wäre es nicht mehr schwer, genau dieses Helikoptergeld als richtigen Weg aus dem Schlamassel zu verkaufen.

Passend dazu war in der NZZ das zu lesen:

Für einen Ersatz von QE in der Euro-Zone durch direkte Zahlungen an die Bürger spricht sich der Strategieberater Daniel Stelter aus. Der Cantillon-Effekt (in Zirkulation gebrachtes Geld nutze primär Akteuren der Finanzmärkte) entfalle, und die Bürger könnten das Geld bedarfsgerecht verwenden. Das wenig effiziente QE-Programm sei bereits fast so teuer (2,6 Bio. €), wie eine Direktzahlung von 10 000 € an jeden Bewohner der Euro-Zone (3,3 Bio. €) wäre.

(Quelle)

Nun ist der „Strategieberater“ Steltner nicht unbedingt bekannt dafür, Anhänger einer stets lockeren Geldpolitik zu sein. Umso wichtiger ist es, dass Leute wie er diese Idee aufnehmen und verbreiten. Auf diese Weise wird die Schar der Helikoptergeldbefürworter immer größer – wie bei einem rollenden Schneeball. Wenn dieser dann groß genug ist, ist die Zeit reif, um das Projekt tatsächlich in Angriff zu nehmen. Vielleicht in der nächsten oder übernächsten großen Krise?

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