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Kolumnen

Hier stehen alle Kolumnen und Kommentare von Raimund Brichta in der Reihenfolge ihres Erscheinens.

Dax am Ziel

28. Dezember 2009 von | Keine Kommentare

Der deutsche Leitindex steigt an einem der letzten Handelstage des Jahres 2009 über die Marke von 6000 Punkten. Telebörse-Moderator Raimund Brichta blickt zufrieden auf die Kurse. Sie bestätigen seine Prognose. Kolumne von Raimund Brichta, erschienen am Montag, den 28. Dezember 2009: Es ist geschafft! Der Dax ist am „Ziel 6000 plus“, das ich Anfang Januar ausgegeben hatte (https://diewahrheituebergeld.de/kolumnen/ziel-6000-plus/). Damals stand ich noch ziemlich allein mit meiner Meinung. Aber gestört hat es mich nicht, denn die Mehrheit hat ohnehin selten Recht. Im Gegenteil: Gerade weil so viele Leute so lange pessimistisch waren, konnte der Dax immer weiter zulegen. An einer „Mauer aus Angst“ klettert es sich an der Börse bekanntlich am besten. Und wenn zu der Angst noch solche Unmengen an Geld kommen, wie sie Regierungen und Notenbanken in die Märkte gepumpt haben, dann sind damit schon zwei wesentliche Zutaten für das „Börsenerfolgsrezept 2009“ genannt. Aber wie geht es jetzt weiter? Es ist auf jeden Fall noch ein wenig Platz nach oben, denn der Dax ist ja erst am unteren Ende meines vor zwölf Monaten genannten Zielbereichs von 6000 bis 6200 Punkten angekommen. Allerdings wird die Luft jetzt langsam dünner. Im Januar schrieb ich dazu: „In jedem Fall kann es also nicht schaden, spätestens dann vorsichtiger zu werden, wenn meine Zielzone ‚6000 plus‘ erreicht sein wird, und dann das Feld jenen zu überlassen, die bis dahin schon wieder gierig geworden sein dürften. Gewinne sichern und abwarten, könnte dann die Devise sein.“ Und genau das scheint mir jetzt angebracht. Die erreichte Zone ist nämlich aus drei Gründen besonders wichtig und könnte deshalb eine Art Bollwerk darstellen: 1. Damals – im September 2008 – war sie in den Charts eine wichtige Unterstützung, die gebrochen wurde, also ein möglicher Boden, der nicht gehalten hat. Von unten ist sie damit nun ein Widerstand, durch den es kein leichtes Durchkommen geben wird. Ich weiß, ich weiß: Viele Leute halten nichts von dieser ganzen Chartleserei, aber glauben Sie mir: Wer so lange die Börse beobachtet hat wie ich, der merkt, dass bestimmte große Widerstände, Unterstützungen oder Trends auf jeden Fall ihre Wirkung zeigen – und mag es nur deswegen sein, weil sehr viele Börsianer darauf schauen. 2. Vor diesem Hintergrund gibt es ein weiteres Phänomen, das sich über Jahrzehnte beobachten lässt: Märkte tendieren dazu, an wichtige Marken, die gebrochen werden, noch einmal zurückzulaufen, selbst wenn sie danach wieder abdrehen. Da die „6000 plus“ so eine wichtige Marke sind, war es für mich vor einem Jahr sehr wahrscheinlich, dass sie auf absehbare Zeit noch einmal erreicht werden – wie jetzt geschehen. 3. Und der letzte Grund dafür, warum die Zone so wichtig ist, liegt in der Lehman-Pleite: Vor Lehman lag der Dax darüber, wegen Lehman fiel er darunter, und ohne Lehman wäre der Durchbruch vermutlich gar nicht passiert. Das macht diese Zone zu einer Art Grenze zwischen Gut und Böse. An dieser Marke scheiden sich die Geister: Prallt der Dax ab, bleibt die Situation „nach Lehman“ erhalten, zumindest so lange diese Hürde nicht genommen ist. Steigt er dagegen darüber – und zwar nachhaltig – wäre der Zustand „vor Lehman“ wieder hergestellt – mit allen positiven Konsequenzen und einem daraus folgenden Dax-Ziel von 8000 Punkten. Was spricht vor diesem Hintergrund dagegen, irgendwo zwischen 6000 und 6200 die Ernte erst einmal einzufahren und in Ruhe abzuwarten, wohin die Reise...

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Nicht gewusst, aber geahnt

4. November 2009 von | Keine Kommentare

Kolumne von Raimund Brichta, erschienen am Mittwoch, den 4. November 2009 „Hinterher sind alle schlauer“, schreibt Annette Eimermacher zur „überraschenden“ Absage des Opel-Verkaufs an Magna. Nun, zu denen, die es schon immer gewusst haben, gehöre ich nicht. Aber geahnt habe ich es schon. Am 10. September zum Beispiel, bevor die Opel-Treuhand ihre knappe Entscheidung FÜR Magna traf, saß ich beim Kollegen Christoph Teuner im Studio und äußerte meine Zweifel daran, dass General Motors überhaupt noch an einem Opel-Verkauf interessiert sei. Mein damaliges Argument war genau das gleiche, das jetzt als ein Grund für die Entscheidung genannt wird: Die Welt ist inzwischen eine andere als zu der Zeit, als über die Verträge verhandelt wurde. General Motors steht nicht mehr mit dem Rücken zur Wand, sondern kriegt im Gegenteil vom amerikanischen Staat den Rücken gestärkt. Die Wirtschaft erholt sich langsam, und außerdem profitieren beide, also GM und Opel, von einer Sonderkonjunktur dank diverser Abwrackprämien. Warum sollte General Motors also Opel jetzt noch loswerden wollen? Das galt bereits im September genauso wie jetzt. Insofern war die damalige Entscheidung FÜR Magna also die eigentliche Überraschung. Aber im Nachhinein betrachtet, war es ohnehin nur ein weiteres Hinauszögern, ein Spielen auf Zeit. Um die Bundestagswahlen verstreichen zu lassen und vielleicht auch, um zu schauen, wo man das Geld locker machen kann, um Opel selbst weiterzuführen. Damals war man offenbar noch nicht so weit. Dazu kommt, dass ein definitiver und unwiderruflicher Verkauf ohnehin nicht zum Verhaltensmuster von Amerikanern gepasst hätte. Amerikanische Investoren geben nichts freiwillig für immer aus der Hand, was sie später einmal gerne wieder besitzen würden. Sollte es aber doch einmal passieren, wie es vor über 20 Jahren mit dem Verkauf von Celanese an Hoechst passiert ist, dann wird es eben irgendwann wieder rückgängig gemacht. Übrigens muss unter diesem Aspekt auch der Kauf der ehemaligen Voicestream durch die Deutsche Telekom kein Kauf auf ewig sein. Blackstone – also jene Heuschrecke, die auch Celanese wieder zurück nach Amerika geholt hat – könnte sich mit ihrer Beteiligung an der Telekom dafür schon in Position gebracht haben. Man hat aber Zeit, muss nichts überstürzen und kann auf eine günstige Gelegenheit warten. Für Opel heißt das: Mit einem Verkauf hätte sich General Motors nach meiner Einschätzung nur dann abgefunden, wenn die realistische Chance auf einen späteren Rückkauf bestanden hätte. Oder die Bundesregierung hätte vor einem Jahr auf dem Höhepunkt der Krise beherzt zugreifen müssen, als Opel tatsächlich zu haben war. Aber damals fehlte ihr der Schneid dazu – ein Schneid, den die US-Regierung bei der Quasi-Verstaatlichung von General Motors hatte. Quelle:...

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Am Berg wie an der Börse

2. November 2009 von | Keine Kommentare

Am Berg wie an der Börse

Kolumne von Raimund Brichta, erschienen am Montag, den 2. November 2009 Wer langsam geht, kommt weiter als jemand, der rennt. Denn demjenigen, der zu schnell unterwegs ist, droht auch schnell die Puste auszugehen. Diese goldene Regel gilt nicht nur für Wanderer und Bergsteiger, sondern auch für Anleger. Man braucht nur einen Blick auf die Kursverläufe der Aktien­märkte in den vergangenen 100 Jahren zu werfen: Sie gleichen dem Weg zum Gipfel, den ein Bergwan­derer zurückzulegen hat. Schließlich führt auch eine Bergtour nicht nur über Gipfel, sondern ebenso durch tiefe Täler – manchmal sogar durch Schluchten -, und oft geht es auch über breite Ebe­nen. Genau dieses Bild zeigen die Kurs-Charts: Gipfel, Täler, Schluchten und Ebenen. Über die große Distanz aber ging es stetig bergauf – trotz Inflation, Deflation oder sogar Währungsrefor­men. Diejenigen Anleger, die an den Aktienmärkten über lange Zeiträu­me mitgelaufen sind, haben ihre Ziele mit größerer Wahrscheinlichkeit erreicht als die Kurzstreckenläufer, die nur mal auf die Schnelle ihr Geld machen woll­ten. Wenn es nach dem Einstieg nämlich zunächst bergab geht, ist der Traum vom schnellen Aufstieg schnell vorbei. Ein ausdauernder Anleger schreitet dagegen langsam voran. Er investiert Schritt für Schritt – zum Beispiel monatliche feste Beträge. Steht er dabei gera­de auf einer Kuppe – soll heißen: sind die Kurse gerade hoch -, bekommt er dafür weniger Aktien. Befindet er sich dage­gen in einem Tal mit vergleichsweise niedrigen Kursen, bekommt er mehr Aktien für das gleiche Geld. So sammelt er mit der Zeit ein Vermögen an und kommt seinem Ziel schrittweise näher. Genau so wie sich ein Wanderer Meter für Meter dem Gipfelkreuz nähert. Ausdauer zahlt sich aus Zwar hat der deutsche Aktienmarkt nun schon seit fast zehn Jahren keine neuen Höhen mehr erklommen, aber dafür war er davor rund 20 Jahre lang auf Rekord­tour gewesen. Nun ist er eben auf einer längeren Strecke, die keine neuen Rekorde bringt. Was soll’s? Jeder Wan­derer kennt so etwas schließlich. Aber selbst, wenn es bis zum Durchbruch auf neue Rekorde weitere zehn Jahre dauern sollte, was ich durchaus für möglich halte, wird dieser Punkt irgendwann erreicht sein. Und wer bis dahin stetig mitläuft wie ein ausdauernder Bergwan­derer, der wird auch dabei sein, wenn es soweit ist. Allerdings ist nicht nur das richtige Tempo für den Anlageerfolg ent­scheidend. Aktiensparer sollten noch weitere Wander- und Bergsteigerregeln beherzigen. Eine Regel heißt zum Beispiel: „Marschiere möglichst früh los!“ Das gilt auch an der Börse. Wer nämlich rechtzeitig mit den ersten Anlageschritten beginnt, das heißt so jung wie möglich, der kommt weiter als ande­re, die erst spät starten und bis dahin schon vieles verpasst haben. Außerdem raten erfahrene Bergwanderer: „Verlasse die mar­kierten Wege nicht“, und auch das hat seinen guten Grund. Denn im unmarkierten Gelände lauern Gefahren, die allenfalls von ortskundigen Bergführern beherrscht werden können. Für Anleger gilt das Gleiche: Für sie stellen die bekannten Standardaktien oder Fonds die Pendants zu den markierten Routen in der Bergwelt dar, abseits derer zwar durchaus große Chancen locken, aber auch erhebliche Risiken lauern. Solche Gefahren können auf Dauer nur absolute Experten in den Griff bekommen. Im Prinzip gilt dabei: Je ausgefallener und exotischer ein Anlageprodukt ist, desto größer ist die damit verbundene Absturzgefahr. Eine weitere wichtige Bergregel lautet schließlich: „Gehe nicht allein!“ Auch dies sollten sich Anleger zu Herzen neh­men, denn an den Märkten ist es wie in der freien Natur:...

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Bens Kartenhaus

4. August 2009 von | Kommentare deaktiviert für Bens Kartenhaus

Kolumne von Raimund Brichta, erschienen am Dienstag, den 4. August 2009 Je höher man ein Kartenhaus baut, desto eher droht ihm der Einsturz. Genau deshalb bekomme ich jedes Mal ein mulmiges Gefühl, wenn ich mir die Bilanz der amerikanischen Notenbank anschaue. Hausherr Ben Bernanke hat dort nämlich ein riesiges Kartengebäude zusammengezimmert, indem er in Windeseile die Zahl der Stockwerke mehr als verdoppelte. Bauzeit: gerade mal drei Monate. Damit half er im vergangen Jahr den privaten Banken aus der Patsche, die ihrerseits viel zu hohe Kartenhäuser in ihren Bilanzen aufgetürmt hatten – mit akuter Einsturzgefahr. Und nachdem bei Lehman Brothers ein solches Gebäude zusammengekracht war, musste alles ganz fix gehen: Überall mussten die fragilen Konstruktionen aus zweifelhaften Wertpapieren abgetragen werden, um einem Einsturz zuvorzukommen. Aber sie konnten nicht einfach zerlegt und gelagert werden, sondern man musste sie in einer anderen Bilanz aufbauen. Nur wo? Welche Bilanz könnte so etwas aushalten? Klar, die der Notenbank! Wenn es die Notenbank nicht verkraften kann, wer dann? Turmbau zu Washington Gedacht, getan: Ben Bernanke ließ die Kartenhäuser in einer einzigen Bilanz – nämlich in seiner – auftürmen. Sein daraus entstandener Turmbau zu Washington stellt inzwischen alles in den Schatten, was es an vergleichbaren Bauvorhaben jemals gegeben hat. Selbst die Luftschlösser, die Enron und Worldcom zur Jahrtausendwende in ihren Bilanzen aus dem Boden stampften, nehmen sich dagegen aus wie Hundehütten. Und aus diesen Hütten wurden immerhin die größten Bilanzskandale aller Zeiten! Allerdings, so sagt man, hat Bens Kartenturm zumindest ein solides Fundament. Aber hat er das wirklich? Liegt das Fundament einer Bank nicht in ihrem Eigenkapital, das von den Eigentümern eingebracht wird? Nur dieses dient schließlich in stürmischen Zeiten als Stabilitätsanker, der einen Einsturz verhindern kann. Deshalb darf auch bei normalen Banken das Eigenkapital aus Sicherheitsgründen nie eine bestimmte Mindestgrenze unterschreiten. Nur für Notenbanken gibt es diese Vorschrift nicht. Mehr noch: Bernankes Bilanz wird nicht einmal von einer unabhängigen Stelle geprüft. Er wehrt sich sogar mit Händen und Füßen dagegen, dass eine Gruppe von Kongressabgeordneten mit ihrem Ansinnen durchkommt, eine solche Bilanzprüfung einzuführen. Ob er etwas zu verbergen hat? Aber auch schon jetzt kann man unschwer erkennen, dass Bens Kartenhaus in der Notenbankbilanz auf lediglich 2 Prozent Eigenkapital ruht. Der Rest des Gebäudes, also 98 Prozent, ist auf Schulden gebaut. Angesichts eines solchen Verhältnisses bekäme jeder ehrbare Kaufmann Muffensausen. Nicht aber Ben Bernanke, der ja auch kein Kaufmann, sondern Notenbanker ist. Er baut lieber auf die herrschende Meinung, nach der eine Notenbank nicht Pleite gehen kann. Die isländische Zentralbank, die erst vor kurzem einer Pleite knapp entgangen ist, stellt für ihn offenbar eine Ausnahme dar. Island ist ja auch nur eine kleine, unbedeutende Insel und überhaupt nicht vergleichbar mit den großen Vereinigten Staaten. Selbst aus dem Sumpf ziehen Allerdings könnte Bernanke das Eigenkapital seiner Notenbank selbst dann kaum erhöhen, wenn er es wollte. Sie gehört nämlich nicht dem Staat, wie etwa die Deutsche Bundesbank, sondern den US-Geschäftsbanken. Und denen hat Bernanke ja gerade selbst erst aus der Patsche geholfen. Woher sollten sie also das Geld für eine Kapitalerhöhung bei der Notenbank nehmen? Vielleicht von der Notenbank leihen? So würde es vermutlich Baron von Münchhausen machen. Noch ist es aber nicht notwendig, denn noch steht Bens Kartenhaus aufrecht, ohne zu wanken. Dass dies nicht einer soliden Bauweise zu verdanken ist, liegt auf der Hand. Es ist...

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Ungeheuerlich

13. Mai 2009 von | Keine Kommentare

Ungeheuerlich

Kolumne von Raimund Brichta, erschienen am Mittwoch, den 13. Mai 2009 Erst war er für alle der King, jetzt ist er fast der King Kong. Wendelin Wiedeking demonstriert eindrucksvoll, wie man vom Überflieger zum Ungeheuer werden kann. Jemand, der die Welt so sehr aus den Angeln hebt wie er, der es schafft, mehr Gewinn zu machen als Umsatz, bringt so etwas eben doch nur zustande, indem er sich ungeheuerlicher Methoden bedient. Dies ist eine Erkenntnis, die sogar beruhigt. Denn sie bestätigt eine uralte Regel, an der ich schon zu zweifeln begann: Große Chancen eröffnet man sich nur, indem man auch große Risiken eingeht. Dieses eherne Gesetz wollte Wiedeking mit seiner Zockerei von Zuffenhausen außer Kraft setzen. Er und sein Stellvertreter Holger Härter, den ich schon für ein Finanzgenie hielt, wollten uns Glauben machen, Milliardengewinne aus dem Nichts, nämlich aus reiner Finanzjonglage, wären möglich, ohne entsprechende Risiken zu schultern. In einer wahren Orgie aus Options- und Kreditgeschäften machten sie Porsche zu einem Hedge-Fonds mit angeschlossener Sportwagenabteilung. Dafür strichen sie kurzfristig exorbitante Gewinne ein. Die langfristigen Risiken kommen erst jetzt langsam zum Vorschein. Im Prinzip unterscheiden sich die beiden Manager damit kaum von jenen Bankern, die in den letzten Jahren für eigene kurzfristige Erfolge ganze Unternehmen aufs Spiel gesetzt haben.20 Ahnungsloser Aufsichtsrat? Ihre Strategien, mit denen Wiedeking und Härter mal hier Kaufoptionen gleichzeitig kauften und verkauften, mal dort Kaufoptionen kauften und im selben Moment Verkaufsoptionen verkauften (wer kann da noch folgen?), hüteten sie als strenges Geheimnis – in einem Kasten, der so schwarz war wie der berühmte Gorilla auf der Leinwand. Selbst der eigene Aufsichtsrat tappte im Dunkeln. Porsche-Aufseher Ferdinand Piech outete sich erst jetzt: Er wisse auch nicht, wie hoch die Risiken aus den Optionsgeschäften sind. Das ist wieder mal typisch. Solange alles gut geht, macht niemand den Mund auf. Erst wenn es zu spät ist, wird gejammert. Erst jetzt also poltert Piech gegen den Porsche-Boss. Erst jetzt, wo auch Zuffenhausen seine hausgemachte Kredit-Krise hat, stellt er den Poker-König in Frage. Wiedeking, den sich einst die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsbosse sogar als Kanzler wünschte, ist damit endgültig zum Abschuss freigegeben. Am Ende wird er zwar nicht vom Wolkenkratzer geschossen wie der Riesenaffe im Film, aber stürzen dürfte auch er. Nur gut, dass ein weiches Polster auf ihn wartet. Denn sein Gehalt von mehr als hundert Millionen Euro allein für die letzten beiden Jahre wird es dem Porsche-Lenker ermöglichen, bis zu seinem Lebensende hinter Porsche-Lenkrädern zu sitzen, meint Ihr Raimund Brichta Quelle:...

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