Categories Menu

Das war’s!

13. Oktober 2015 von in Allgemein | 4 Kommentare

„Das war’s!“ So lautete bereits vor einem knappen Jahr die Überschrift zu einem Börsen-Kommentar von mir. Darin bescheinigte ich dem DAX, dass er sein Jahrestief 2014 im Oktober gesehen haben dürfte und vermutlich zu einem neuen Aufschwung ansetzt.

In diesem Jahr wähle ich die gleiche Überschrift fast zur gleichen Zeit! Okay, diesmal fiel die Korrektur noch heftiger aus: minus 24 % von der Spitze im Vergleich zu minus 16% im vergangenen Jahr. Aber ansonsten ähnelt sich das Bild.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem panikartigen Ausverkauf im August zu. Das Tief vom Montag, dem 24. August, zeigte für mich schon damals wesentliche Züge eines markanten Tiefs. Ein solches Paniktief hat in der Regel längere Zeit Bestand. Bereits am Freitag davor war die Stimmung so schlecht, dass ich mich in der Telebörse zur Einschätzung hinreißen ließ: „Am Montag könnte es noch einen Ausverkauf geben, aber danach dürfte das Schlimmste fürs Erste überstanden sein.“

Das brachte mir zwar den Vorwurf eines Zuschauers ein, ich wäre „naiv“ (https://diewahrheituebergeld.de/ich-halte-herrn-brichta-fuer-naiv/), aber als erfahrener Börsenhase lasse ich mich davon nicht beirren. Letztendlich erwies sich die Einschätzung als Volltreffer. Umso mehr, als besagtes Tief dann Ende September noch einmal erfolgreich getestet wurde.

Seit diesem Test ziehen sich die Börsenbären immer mehr zurück und geben Ihre Wetten auf weiter fallende Kurse auf. Gleichzeitig sind zunehmend Käufe der „starken Anlegerhände“ zu beobachten. Aus beidem ergibt sich ein ideales Umfeld für eine substantielle Kurserholung im letzten Quartal des Jahres – in einer Jahreszeit, die saisonal ohnehin sehr günstig für steigende Kurse ist.

Sollte sich der DAX demnächst nachhaltig von der 10.000-Punkte-Marke nach oben absetzen, dürfen Sie getrost auch weiter nach oben schauen. Dann sehe ich die 12.000er-Marke zum Jahreswechsel oder zum Frühjahr 2016 wieder als erreichbar an.

Alles Weitere dann von mir, wenn es so weit ist.

Ach ja, auch das will ich nicht verschweigen: Anfang August war ich zu voreilig, als ich das Ende der Korrektur schon kommen sah (http://www.teleboerse.de/kolumnen/kolumnen_brichta/Dax-wieder-auf-Rekordkurs-article15684791.html) Das gebe ich unumwunden zu. Besser wäre es gewesen, zwei Monate länger zu warten. Künftig werde ich also geduldiger sein und mich erst wieder aus der Deckung wagen, bis stärkere Signale vorliegen – so wie jetzt.

Das verspricht Ihr
Raimund Brichta

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Brichta,

    da bin ich mal gespannt, nicht das ihre Ansage jetzt nochmals zu früh kommt. Ich sehe eher die 8300 oder tiefer als die 12000 in den nächsten Wochen. Nicht falsch verstehen, die 12000 und auch die 20000 werden kommen, aber vielleicht nicht so schnell wie so mancher erwartet.
    Ich schließe mich insofern ihrer Meinung an, wenn der DAX die 11000 überschreitet, was gleichzusetzen ist, mit dem Überwinden der 200 Tagelinie und auch des 256er Durchschnitts wir wohl neue Hochs sehen, aber ein Überschreiten dieser Widerstände ist für mich im Moment wenig wahrscheinlich. Lassen wir uns überraschen, der Markt hat immer Recht.

    MfG Dr. Thomas Redeker

  2. Gut so, lieber Herr Redeker. Ihr damaliger Pessimismus zeigt, dass es im Sinne des Contrarian-Ansatzes und der Saisonalität nicht schlecht war, auf steigende Kurse zu setzen. Wir haben die 12.000 Punkte zwar noch nicht erreicht, sind ihnen momentan aber näher als den 8.300 😉

    • Hallo Herr Brichta,

      nicht, dass Sie sich zu früh gefreut haben !? 2016 wird ein schwieriges Jahr, ich halte es sogar für möglich, dass wir die 8300 und die 12400 sehen ! Was wir zuerst sehen, die Börse wird uns den Weg zeigen. Aber durch ihren jüngsten Kommentar werden Sie scheinbar auch nachdenklicher und etwas vorsichtiger !?

      Gr Thomas Redeker

      • An der Börse ist alles möglich, lieber Herr Redeker, auch das Gegenteil. Ich habe mich ganz und gar nicht zu früh gefreut, sondern im angesprochenen Fall genau zum richtigen Zeitpunkt. Schließlich ist die Erholung – wie von mir avisiert – gekommen. Erst in den letzten zweieinhalb Wochen stelle ich die angesprochenen Schwächezeichen fest – und registriere sie aufmerksam. Also genau, wie das von einem guten Börsenbeobachter zu erwarten ist, der sich auf neue Situationen stets einstellt.

        Auf jeden Fall waren die vergangenen zweieinhalb Wochen mehr als eine „normale“ Korrektur im laufenden Erholungstrend. Weiteres lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, aber vermutlich schon bald. Stay tuned!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

wp-puzzle.com logo